Sonntag, 7. Juli 2013

Die Eröffnungsfeier - Mit dem Staatschef und Grüße aus dem All











Der ausführliche Bericht kommt ganz bald. Morgen geht es mit dem Mannschaftswettbewerb los. Pro Gruppe gibt es bei den Damen fünf Mannschaften. Wir haben mit Rumänien, Russland, Estland und Hongkong eine sehr starke Gruppe erwischt. Die ersten vier Platzierten kommen weiter und sind dann im Achtelfinale. Wir sind zuversichtlich und freuen uns auf das Turnier.
Wer sich die komplette Eröffnungsfeier ansehen möchte, kann das über folgenden Link machen: https://www.youtube.com/watch?v=he8qwEFDmW8
Die deutsche Mannschaft läuft bei 1:20:55 ein.
Viel Spaß!





Samstag, 6. Juli 2013

Angekommen und los geht´s

Wie angekündigt schreibe ich auch dieses Mal von dieser großartigen und eindrucksvollen Veranstaltung. Bereits gestern ging es für uns Tischtennisspieler vom Frankfurter Flughafen gemeinsam mit Sportlern anderer Sportarten los. Mit dabei waren die Fechter, ein paar Schwimmer, ein paar Leichtathleten, Hockeyspieler, Tennisspielerinnen, Gewichtheber und die beiden Pfarrer (katholisch und evangelisch). Der Großteil des über 200 Teilnehmer starken deutschen Teams, darunter 141 Sportler, war bereits angereist, denn für einige hat der Wettkampf schon begonnen.
Da wir mitten in der Nacht angekommen sind, es war aber bereits hell, waren wir sehr müde, sodass wir nur noch schnell ins Bett wollten. Ein paar "arme" Volunteers standen am Flughafen und bereiteten uns dennoch eine angenehme Ankunft. Nach sehr kurzer Zeit waren wir am Universiadedorf angekommen. Etwas schwieriger gestaltete es sich in das Dorf überhaupt reinzukommen. Am ersten Eingang wurden wir nicht hereingelassen, am zweiten hat es dann geklappt, nachdem wir uns in eine Reihe für Männer und eine Reihe für Frauen anstellen sollten und unser Gepäck sehr streng kontrolliert worden ist. Sämtliche Dinge aus unserem Gepäck mussten rausgeholt und vorgezeigt werden. Getränke und Essen (sowie im Übrigen auch Alkohol und Zigaretten) dürfen nicht mit hereingenommen werden. Auch wenn man sich innerhalb des Dorfes bewegt und sich dort eine Wasserflasche genommen hat und damit in ein Gebäude geht, muss man sie beim Herausgehen wieder abgeben. Eine gesonderte Kontrolle der Akkreditierungskarte gibt es dann auch nochmal, obwohl man sich ja, wie gesagt, bereits im Dorf befindet. Zu bedenken ist bei dem allen aber, dass es zu unserer Sicherheit dient. Es ist auf jeden Fall besser, wenn man einmal zu viel nachschaut als ein mal zu wenig, auch wenn ich mir vorstellen könnte, dass es auf Dauer ein wenig anstrengend werden könnte. Jedenfalls haben wir mit einer Schere weniger die Kontrolle gut passiert und sind nach dem Bezug der Zimmer erstmal schlafen gegangen.
Das Universiadedorf an sich erinnert schon an das Universiadedorf vor zwei Jahren in China. Alles wurde extra für diese Veranstaltung neu erbaut. Den Esssaal bzw. muss man sagen, dass es wieder ein Ess-Tempel ist, haben wir auch schon "besichtigt". Vor lauter Müdigkeit haben wir noch nicht viel gesehen, was wir aber gesehen haben, war wieder mal beeindruckend. Und von anderen Teilnehmern habe ich bereits gehört, dass das Essen exzellent sein soll. Wie könnte es in einem Land wie Russland, wo das Essen und ebenfalls die Repräsentativität eine sehr große Rolle spielen, anders sein...
Auch das Sportprogramm wurde hier im Vergleich zu den Vorjahren ausgeweitet. Es gibt Medaillenentscheidungen in 27 Sportarten, an denen sich das deutsche Team in 18 beteiligt. Insgesamt treten bei diesen Weltspielen der Studierenden 13 500 Sportler an.
Heute Abend geht es dann schon weiter mit der Eröffnungsfeier. Wir sind alle sehr gespannt, voller Vorfreude und Erwartungen, die sicherlich erfüllt werden oder sogar übertroffen werden dürften, bei so einem Land wie Russland...
Die Fotos folgen natürlich. Bis bald.

Montag, 1. Juli 2013

Vorbericht in der Neuen Westfälische in Bielefeld zur Universiade

Auftrumpfen in Kasan

TISCHTENNIS: Bielefelder Studentin und Zweitligaspielerin fährt zur Universade


26.06.2013 
VON JOHNNY DÄHNE

Selbst am Brunnenrad klappts mit dem Ball | FOTO: JOHNNY DÄHNE


Bielefeld. Locker-lässig tippt Katharina Michajlova die kleine Zelluloid-Kugel mit ihrem Tischtennisschläger auf dem Rand des Altstadt-Brunnens auf und ab, findet dabei spielerisch noch die Zeit, unverkrampft in die Kamera zu lächeln. Ein guter Test für die Deutsche Nummer 30, denn ein Vielfaches an Objektiven wird ab dem 6. Juli bei der Universiade im russischen Kasan auf die Bielefelder Studentin gerichtet sein.




"Ich freue mich riesig auf die Universiade, aber ich versuche bereits, die Erwartungen an Kasan herunterzuschrauben. So, wie vor zwei Jahren in China kann es einfach nicht noch mal werden", sagt Katharina Michajlova. Die 24-jährige, die Sozialwissenschaften und Psychologie im sechsten Semester studiert, vertrat damals die deutschen Farben in Shenzhen. Dort wurde den Sportlern jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Alles war perfekt. "Ich muss mir jetzt wieder selbst die Tür aufmachen, es gibt keine extra eingerichtete Fahrspur auf der Straße, keinen Extra-Eingang, und meine Waschmaschine wird sich nicht so über meine dreckige Wäsche freuen, wie es die Chinesen im Waschsalon getan haben", schrieb Michajlova 2011 in ihrem privaten Internet-Blog zu der Universiade.

Einen Blog wird sie auch dieses Mal wieder schalten, auch wenn sie in Russland so viele Annehmlichkeiten erwartet. Sportlich will die im ukrainischen Cherson geborene und mit vier Jahren nach Deutschland gekommene Athletin ähnlich wie in China mit dem Einzug in die Runde der letzten 32 überzeugen, wobei sie weiß, dass viel von der Auslosung abhängen wird. "Länder wie China, Japan oder auch Frankreich nehmen die Universiade sehr ernst und schicken teilweise Spieler aus den Top Ten der Weltrangliste zu dem Turnier. Gegen die hat man dann eigentlich keine Chance", sagt Michajlova, die auch im Doppel und im Mixed antreten wird. Dass diese Spieler von Weltniveau dann meist nur an einer Universität eingeschrieben sind und "nicht so gewissenhaft studieren wie ich" (Michajlova schmunzelnd), steht auf einem anderen Blatt, oder in diesem Fall: auf einer anderen Platte.

Dass Studium und Tischtennis auf internationalem Niveau nicht vereinbar sind, diese Erfahrung machte Katharina Michajlova bereits. Als Kind und später als Jugendliche war sie sechs Jahre in den Sportinternaten Heidelberg und Düsseldorf, wo Tischtennis ihr Lebensmittelpunkt war. "Als Topathlet trainiert man fünf bis sechs Stunden am Tag. Mir war schon früh klar, dass ich unbedingt studieren wollte und nicht nur auf Tischtennis setze.

Dort ist es aber so, dass die Trainer meist nur Spieler akzeptieren, die ihren Tagesablauf voll nach dem Sport ausrichten", sagt die 24-Jährige, die mittlerweile in der "Orangenkiste", Bielefelds bekanntestem Uni-Wohnheim, zuhause ist. Klar, dass die hochwertige Ausbildung ihr heute als Zweitligaspielerin zugute kommt. Fünf Jahre spielte sie für die SG Marßel Bremen, ehe sie ab der kommenden Saison für den TuS Bad Driburg an die Platte geht. Doch jetzt steht für die fließend Russisch sprechende Katharina erst mal Kazan an, wo sie bei der insgesamt 150 Sportler umfassenden deutschen Delegation auch andere Sportarten besuchen möchte.

"Leichtathletik, Basketball und Beachvolleyball waren in Shenzhen super. In Kasan werde ich mir das auch wieder anschauen", sagt Michajlova. Dass Tischtennis unter den insgesamt 26 dort auszutragenen Sportarten, ähnlich wie in Deutschland, nicht im vordersten Fokus des öffentlichen Interesses steht, ficht die kesse Rechtshänderin nicht an: "Das stört mich überhaupt nicht. Ich freue mich einfach darauf, dabei sein zu dürfen."

(Quelle: Neue Westfälische Bielefeld)

Das Westfalen-Blatt im Kreis Höxter berichtet über die Universiade

Olympisches Flair

Tischtennis: Neu-Driburgerin Katharina Michajlova für Universiade in Russland nominiert

 



Wie bei den Olympischen Spielen gibt es bei der Universiade eindrucksvolle Eröffnungs- und Schlussfeiern. Katharina Michajlova hat 2011 in China ihre Premieren-Universiade erlebt und freut sich nun auf die zweite Teilnahme in Russland.
Dienstag, 25. Juni 2013

Von Sylvia Rasche
Bad Driburg (WB). »Ich freue mich riesig. Das wird ein tolles Erlebnis«, sagt Katharina Michajlova. Der Neuzugang des Tischtennis-Zweitligisten TuS Bad Driburg ist für das deutsche Universiade-Team nominiert worden und wird im Juli in Russland aufschlagen.


Schon vor zwei Jahren war Michajlova, die vom Ligakonkurrenten Bremen unter die Iburg wechselt, in der deutschen Studenten-Auswahl bei der Universiade in China dabei. Nach den Olympischen Spielen ist die Sommer-Universiade das größte Sport-Ereignis der Welt. Im russischen Kazan gehen 13000 Athleten aus 170 Nationen an den Start.
Michajlova, die sich vor zehn Tagen zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn den Titel der Deutschen Hochschulmeisterin im Einzel gesichert hat, möchte in Kazan ihre Vorrundengruppe gewinnen und sich für das Hauptfeld qualifizieren. »Das habe ich in China vor zwei Jahren geschafft und gehe auch jetzt wieder mit diesem Ziel in den Wettkampf. Das Feld ist erfahrungsgemäß mit zahlreichen Weltklassespielerinnen besetzt«, erzählt Michajlova. Da sei es schwer, über die erste Hauptrunde hinaus zu schauen. Viel hänge von der Auslosung ab. Wie bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen seien die Asiaten auch bei der Universiade im Tischtennis das Maß aller Dinge. »Manchmal sind sie nicht mal in der Weltrangliste notiert und spielen trotzdem um die Medaillen mit«, unterstreicht Michajlova.
Doch in Russland geht es für die Studentin der Universität Bielefeld (Sozialwissenschaften und Psychologie) nicht ausschließlich um den sportlichen Erfolg. Der Einmarsch der Nationen bei der Eröffnungsfeier, die Wettkämpfe in anderen Sportarten, die internationalen Kontakte und nicht zuletzt die Gemeinschaft im Sportlerdorf stehen bei der Universiade ebenfalls hoch im Kurs. »Ich interessiere mich eigentlich für so ziemlich alle Sportarten. Ich werde diesmal sicher wieder die Chance nutzen, bei den Leichtathleten vorbeizuschauen. Vielleicht verfolge ich auch mal das Synchronschwimmen«, blickt Michajlova, die zuletzt auch live im London beim Finale der Fußball-Champions-League in Stadion war, voraus.
Erfahren hat sie von ihrer Universiade-Nominierung übrigens erst kurzfristig – und startete danach den Trainingsturbo. »Nach der Saison lasse ich es normalerweise immer etwas ruhiger angehen, um mich dann wieder intensiv auf die folgende Saison vorzubereiten«, berichtet die 24-Jährige. Nach der Einladung hat sie ihren Trainingsumfang wieder deutlich gesteigert, um gegen die Besten der Welt topfit an den Tisch zu gehen. »Meistens trainiere ich mit den Männern des SV Brackwede«, sagt Michajlova.
Die Universiade in Kazan ist für sie übrigens kein Heimspiel. »Kazan liegt in Russland. Meine Familie stammt aus der Ukraine. Dort bin ich auch geboren«, präzisiert die ehemalige Jugend-Nationalspielerin, die mit vier Jahren nach Deutschland kam. »Allerdings sprechen wir zu Hause neben Deutsch Russisch statt Ukrainisch.« Auf den Ort der Universiade freut sie sich besonders. »In Russland hat die Universiade einen viel höheren Stellenwert als zum Beispiel in Deutschland. Das gleiche galt auch für China 2011«, erklärt Katharina Michajlova.
Das vergangene Wintersemester hat die Angriffsspielerin übrigens in St. Petersburg verbracht – und hier zufällig Volunteers kennen gelernt, die nun in Kazan ein Einsatz sind. »Damals wusste ich noch nicht, dass ich auch dabei sein würde«, sagt Michajlova und freut sich auf das Wiedersehen.
Wie vor zwei Jahren in China wird die Neu-Driburgerin auch wieder einen Internet-Blog über ihre Erlebnisse während der Universiade verfassen. Der China-Blog mit Bildern und Texten ist noch online. katharina-universiade2011.blogspot.de

(Quelle: Westfalen-Blatt Kreis Höxter)

Erster Bericht in Bielefeld zur Universiade

Hochschulmeisterin freut sich auf Kazan

Bielefelder Studentin Katharina Michajlova fährt zur Universiade


Tischtennisspielerin Katharina Michajlova vertritt Deutschlands Studenten bei der Universiade.
Donnerstag, 20. Juni 2013

Von Juliane Wittneben

Bielefeld (WB). Die Bielefelder Studentin Katharina Michajlova hat es erneut ins deutsche Aufgebot der Sommer-Universiade geschafft. Sie ist eine von 140 deutschen Spitzensportlerinnen und -sportlern, die vom 6. bis 17. Juli in Kazan/Russland für den Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) um Medaillen kämpfen.


Michajlova wird sowohl im Einzel als auch im Doppel fürs Tischtennis-Team aufschlagen. Erst vor zwei Wochen hat die 24-Jährige, die an der Universität Bielefeld Sozialwissenschaften und Psychologie studiert, von ihrem Glück erfahren. Nach der Universiade in Shenzhen/China 2011 ist Katharina Michajlova erneut Teil der Weltspiele der Studierenden. Für die 27. Sommer-Universiade hat sie sich vorgenommen, die Leistung von Shenzhen zu bestätigen: »Ich möchte wieder meine Gruppe gewinnen. Dann muss ich die Auslosung abwarten. Es sind gute Leute aus der Weltspitze dabei.«
Da sie erst kurzfristig von ihrer Nominierung für das Tischtennis-Team erfahren hat, stehen bis zum Beginn der Universiade noch intensive Trainingseinheiten auf dem Programm. »Ich hatte eigentlich eine kleine Pause eingelegt. Wenn man länger nicht spielt, verliert man das Gefühl, und man trifft den Ball nicht richtig«, erklärt die gebürtige Ukrainerin. Für die Deutschen Hochschulmeisterschaften am vorigen Wochenende habe sie jedoch gut trainiert. Der Lohn: der Titelgewinn! Zudem sei vor Beginn der Wettkämpfe in Kazan noch einige Tage Zeit, um sich vorzubereiten.
Nach Russland wird Michajlova nicht zum ersten Mal reisen. Das vergangene Wintersemester nutzte die Studentin für einen Auslandsaufenthalt in St. Petersburg. Nun freut sie sich darauf, auch die an der Wolga gelegene Stadt Kazan kennenzulernen, und hat hohe Erwartungen an die Veranstaltung: »Ich denke, alles ist perfekt organisiert. Dort wurden bereits einige Turniere ausgerichtet. Die Universiade hat in Russland noch einen viel größeren Stellenwert als in Deutschland«, freut sie sich.
Nach den Olympischen Spielen ist die Sommer-Universiade die größte Multi-Sportveranstaltung der Welt. In 27 Sportarten werden in diesem Jahr Medaillen vergeben. Mit der Delegationsleitung, den Trainern, Betreuern, Ärzten und Physiotherapeuten reisen insgesamt 200 deutsche Teammitglieder nach Russland. »Die Universiade ist für mich das beste Turnier. Die Atmosphäre ist einfach unglaublich. Es ist wie bei Olympia. Außerdem sind die Teams super besetzt«, schwärmt Michajlova.
Der erfolgreiche deutsche Turner Fabian Hambüchen (DSHS Köln) tritt beispielsweise im Geräteturnen an und weckt Medaillenhoffnungen. An den Spielen schätzt die Bielefelder Studentin außerdem das gute Gemeinschaftsgefühl. »Wir sind ein Team. Wir essen zusammen, es gibt gemeinsame Abende, und wir unterstützen uns gegenseitig. Ich habe in China zum Beispiel die Beachvolleyballerinnen angefeuert«, erinnert sie sich.
Die Tischtennisspielerin, die früher in der Jugendnationalmannschaft aktiv war, meistert den Balanceakt zwischen Studium und Liebe zu dem Sport. »Früher war Tischtennis mein Lebensmittelpunkt. Heute ist es mir immer noch sehr wichtig, aber ich muss mich auch auf die Uni konzentrieren«, räumt Michajlova ein, die in Gelsenkirchen aufgewachsen ist. Das Talent hat sie von ihren Eltern in die Wiege gelegt bekommen: Sowohl Vater Alexander Michajlov als auch Mutter Tatjana gehörten einst der ukrainischen Tischtennis-Nationalmannschaft an.
In der kommenden Saison wird die Studentin für den den TuS Bad Driburg aufschlagen. Zunächst freut sich die Deutsche Hochschulmeisterin jedoch auf das erneute Abenteuer Universiade.

(Quelle: Westfalen-Blatt Bielefeld)

Schlagkräftiges deutsches Universiade-Team nominiert

05.06.2013

Der adh entsendet ein etwa 200-köpfiges Team zur Sommer-Universiade 2013, die vom 6. bis 17. Juli 2013 in Kazan stattfindet. Der adh-Vorstand nominierte nun den Großteil der deutschen Mannschaft.

 



Neue Dimensionen: 27 Sportarten, 350 Medaillenentscheide
Nach den Olympischen Spielen ist die Sommer-Universiade die größte Multi-Sportveranstaltung der Welt. Die diesjährige Universiade soll alle bisherigen Veranstaltungen in den Schatten stellen: Die russischen Ausrichter haben mit 27 Sportarten und über 350 Medaillenentscheidungen das Programm deutlich ausgeweitet. Neben den 13 klassischen Kernsportarten Basketball, Fechten, Fußball, Judo, Kunst- und Gerätturnen, Leichtathletik, Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Volleyball, Wasser- und Turmspringen sowie Wasserball sind in Kazan 14 weitere optionale Sportarten vertreten. Während Badminton, Beachvolleyball, Gewichtheben, Hockey, Kanusprint, Ringen, Rudern, Schach und Schießen bereits bei früheren Universiaden ausgetragen wurden, geben die Sportarten Belt-Wrestling, Boxen, Rugby, Sambo und Synchronschwimmen ihr Debüt.
Deutsche Mannschaft nominiert – Nachwuchsathleten stehen im Fokus
Die deutsche Mannschaft besteht voraussichtlich aus 141 studentischen Spitzensportlerinnen und -sportlern, die  in 18 Sportarten an den Start gehen. Dies sind: Badminton, Basketball, Beachvolleyball, Fechten, Gerätturnen, Gewichtheben, Hockey, Judo, Kanusprint, Leichtathletik, Ringen, Rudern, Schach, Schießen, Schwimmen, Tennis, Tischtennis und Wasserspringen. Insgesamt umfasst das deutsche Team mit der Delegationsleitung, den Trainern, Betreuern, Ärzten und Physiotherapeuten rund 200 Personen.
adh-Sportdirektor Thorsten Hüsch erläutert: „Zur Sommer-Universiade werden viele Nationen ihre Top-Athleten entsenden. Insbesondere die führenden Sportnationen aus Asien und Osteuropa treten in den meisten Sportarten mit ihren WM- oder Olympiateams an. Im deutschen Universiade-Team stehen in diesem Jahr vor allem die Nachwuchsathleten im Vordergrund. Sie sollen über die Universiade Erfahrung und Motivation sammeln, um für den kommenden Olympischen Zyklus bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro in den A-Kaderbereich vorzudringen.“
Olympioniken und Studierenden-Weltmeister wollen Universiade-Edelmetall
Dennoch zeigt Hütsch sich optimistisch was die Medaillenchancen und die Aussicht auf Top-Ten-Platzierungen der deutschen Mannschaft anbelangt: „Wir haben die Nominierungskriterien erneut angepasst, um auch in diesem Jahr ein international konkurrenzfähiges Team zu entsenden. Insbesondere im Gerätturnen, Sportschießen, Rudern, Beachvolleyball, Kanusprint und  Schwimmen haben die deutschen Sportlerinnen und Sportler gute Chancen auf Edelmetall.“
Erstmals nach 2003 ist der adh wieder in der Sportart Gerätturnen vertreten. Vor allem das Herrenteam um den deutschen Turner Fabian Hambüchen (DSHS Köln) weckt Hoffnungen auf Finalplatzierungen. Auch bei den Damen sind mit der Olympia-Teilnehmerin Kim Bui (Uni Stuttgart) und Lisa Hill (HdM Stuttgart) zwei vielversprechende Athletinnen am Start, die bei der Medaillenvergabe mitmischen möchten. Bei den Schützen wird Gordon Gosch (Uni Göttingen) im Wurfscheibenwettbewerb versuchen, seine Universiade-Bronzemedaille aus dem Jahr 2011 zu verteidigen. Nach einer erfolgreichen Generalprobe bei der Studierenden-Weltmeisterschaft 2012 in Kazan blickt das deutsche Ruderteam optimistisch auf die Universiade. Mit Phillip Wende (TU Freiberg) ist unter anderem ein Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele 2012 im Männer-Einer am Start. Wende wird all seine Qualitäten in die Waagschale werfen, um an den Olympia-Erfolg anzuknüpfen. Im Beachvolleyball haben sich die amtierenden Studierenden-Weltmeister Armin Dollinger (Private Fern-HS Darmstadt) und Jonas Schröder (Uni Mainz) eine Podestplatzierung zum Ziel gesetzt. Mit einer Medaille möchte auch der Freiwasserschwimmer und Olympia-Achte, Andreas Waschburger (FHSV Saarbrücken), seine Universiade-Teilnahme krönen.

(Quelle: www.adh.de)